News
15:21

Unser Jahresbericht ist online!

Der Jahresbericht 2016 von unserem Bundesfachverband ist online und kann gelesen werden.mehr


12:08

Erste repräsentative Untersuchung zur Situation geflüchteter Frauen in Deutschland

Unter der Projektleitung von PD Dr. med. Meryam Schouler-Ocak und Dr. Christine Kurmeyer wurden in verschieden Bundesländern (Berlin, Frankfurt, Mainz, Nürnberg und Rostock) geflüchtete Frauen u.a. nach ihrem Fluchtgrund und...mehr


11:59

Bericht zur Kriminalstatistik 2016 veröffentlicht

Die Ergebnisse der neuesten bundesweiten Polizeilichen Kriminalstatistik 2016 liegen vor. Die Zahlen der Statistiken u.a. wieder zu den Themen sexueller Missbrauch von Kindern, Kindesmisshandlung, Tatmittel Internet und...mehr


13:30

Dokumentation "Cyberstalking entgegentreten"

Das Frauenzentrum Frieda e.V. hat eine sehr informative Broschüre zum Thema Cyberstalking veröffentlicht. Anlässlich der Fachtagung im Mai 2016 in Berlin wurden aktuelle Herausforderungen in der Beratung für Frauen* diskutiert...mehr


13:04

Aktuelle europaweite Umfrage zu Einstellungen zur geschlechtsspezifischen Gewalt veröffentlicht

Die europäische Kommission hat Expert_innen beauftragt, Befragungen zu den Einstellungen zur Gewalt gegen Frauen in der gesamten EU zu konzipieren. Die Befragung untersucht dabei verschiedene Bereiche: - Wahrnehmung der...mehr


12:44

Neue Studie zur Wirksamkeit von feministischer Selbstverteidigung veröffentlicht

Die Studie "Knowledge and Know-how: the Role of Self-defence in the Prevention of Violence against Women" wurde vom FEMM-Ausschuss des Europäischen Parlaments in Auftrag gegeben. Es wurde die Wirksamkeit von...mehr


EU-Forschungsprojekt zu Gewalt gegen Studentinnen

EC-project: "Gender-based Violence, Stalking and Fear of Crime"

 

Projekt: "Gender-based Violence, Stalking and Fear of Crime"

Ziel des dreijährigen EU-Projektes mit insgesamt fünf europäischen Partnern ist die Bewusstseinsschärfung zu den Themen Sexuelle Viktimisierung, Stalking und Kriminalitätsfurcht durch die Forschung und Erhebung transnational vergleichbarer Daten und zum Hilfebedarf. Weiterhin geht es um die Entwicklung präventiver Programme zur Reduzierung der Viktimisierung von Studentinnen. Ausgangsbasis sind bereits an der RUB (Ruhr-Universität Bochum) getestete Methoden der Online-Befragung, die weiterentwickelt an die Partnerländer gegeben und komparatistisch eingesetzt werden.
Als Resultat aus den Erkenntnissen sind Werkzeuge für die strategische Prävention und Intervention gegen sexuelle Viktimisierung und Stalking intendiert. Dadurch soll die immanente Kriminalitätsfurcht in der öffentlichen Wahrnehmung reduziert und Frauen verbesserte Hilfe und mehr Sicherheit gewährleistet werden.
Der Austausch zwischen deutschen, spanischen, englischen, polnischen und italienischen Universitäten soll zu zukünftigen best-practice-Programmen der Intervention und Prävention in der Europäischen Union führen.
Die beteiligten ExpertenInnen sind Forscher/-innen, Polizei und Universitätsangestellte (Gleichstellungsbeauftragte, Sicherheitspersonal). Befragte sind (viktimisierte) Studentinnen an den europäischen Partneruniversitäten.

Kurze Facts zur Studie und Durchführung:

Link zur Website www.gendercrime.eu



Das EU-Projekt, gefördert im Rahmen des Programms „Prevention of and Fight Against Crime“ des European Commission – Directorate – General Justice, Freedom and Security, wird am Lehrstuhl für Kriminologie, Kriminalpolitik und Polizeiwissenschaft, Prof. Dr. iur Thomas Feltes, an der Juristischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum durchgeführt.

Projektteam/ Ansprechpartnerinnen:

Katrin List (Dipl. Pol.)
Wissenschaftliche Koordinatorin und Mitarbeiterin Katrin.List(at)rub.de
Dr. Rosa Schneider M.A.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin Rosa.Schneider(at)rub.de
Universitätsstraße 150, GC 5/33
D-44801 Bochum

Tel.: 0234-32-25224

Fax: 0234-32-14328


Inhalte des geplanten Umfrage im Wintersemester 2010/11:
Ausgehend von einem Gewaltbegriff, der psychischen, physischen als auch sexualisierten Missbrauch umfaßt (UNO-Deklaration zu Gewalt gegen Frauen von 1993) soll die ganze Bandbreite potentieller geschlechtsbezogener Belästigung erfasst werden. Hintergrund hierfür bilden Ergebnisse internationale Forschungen aber auch Rückmeldungen aus der vorangegangenen RUB-Umfrage sowie eines Pretest an der FH Bochum Ende des Sommersemesters 2009, die aufzeigen, dass nicht nur strafrechtlich relevante, mit körperlicher Gewalt vollzogene Sexualtaten durch die betroffenen bzw. befragten Frauen als sexuell belästigend und psychologisch belastend bewertet wurden. Durch den Fragebogen soll auch das Kontinuum zur Gewalt, also die Entwicklung von einvernehmlicher zu ungewollter oder erzwungener sexueller Handlung erfasst und unterschieden werden.
Vermieden werden soll die Suggestion vom Opferstatus, sodass auch Fragen nach eigenen Abwehr- oder Gegenwehrstrategien enthalten sein sollen. Relevanz erhalten solche Strategien auch in Hinblick auf die Verarbeitung der Tat. Dabei darf eine Berücksichtigung möglicher Vulnerabilität durch sexuelle Gewalt in Kindheit und Jugend mit ihren Folgen für die betroffenen Frauen als Frauen in der Lebensphase als Studentinnen nicht vergessen werden.
Die Studentinnen werden mit Hilfe von vorgegebenen Szenarien, die sensibel aber unmissverständlich formuliert werden, zu unterschiedlichen Themenkomplexen mit verschiedenen Antwortmöglichkeiten befragt, haben aber gleichzeitig (zur eigenen psychischen Entlastung) die Option, eigene Kommentare dazuzuschreiben.
Da das Projekt Gewalt gegen Studentinnen an Universitäten untersucht, rückt die Hochschule als Ort des Geschehens ins Blickfeld: temporär (Zeitpunkt im Studium), Ereignis-(im Studienalltag) und Personen-(Kommilitonen, Lehrpersonal, Tutoren…)-bezogen, räumlich(Wohnheim, Fakultätsgebäude, Sportgelände, Parkhäuser etc.) und als interkultureller Lebensraum. Studierende gelten in dieser spezifischen Lebensphase aufgrund ihres Lebensstils als Hochrisiko-Gruppe als potentielle Gewalt-Opfer. Ob das so ist und wenn ja, warum: dies zu erheben ist das Ziel des Fragebogens. Im Mittelpunkt des Interesse stehen dabei auch psychosoziale Folgen für Studentinnen, d.h. Unterbrechungen oder gar Abbruch des Studiums bzw. posttraumatische Belastungsstörungen mit ihrer ganzen Bandbreite.
Am Ende des Fragebogens stehen Hinweise zur Hilfeangeboten der Hochschule, der Stadt Bochum sowie überregionale Hilfemaßnahmen zur Vermeidung der (Re-)Traumatisierung.