News
13:13

Jahresbericht 2017

Unser Jahresbericht 2017 informiert über besondere Ereignisse und die alltägliche Arbeit unserer Bundesfachverbandes. Viel Spaß beim Lesen!mehr


12:00

Feministische Selbstbehauptung und Selbstverteidigung ist wirksamste Gewaltprävention

Im WDR wurde am 02.02.2018 ein Radiobeitrag von Mithu M. Sanyal veröffentlicht, sowie ein paar Tage später eine Kolummne in der tageszeitung vom 12.02.2018. Sie stellt nochmal heraus, dass feministische Selbstbehauptung und...mehr


19:10

Fachtag und Jahreshauptversammlung 2018

Vom 26. - 28. Januar 2018 findet die jährliche Jahreshauptversammlung mit Fachtag in Mainz statt. Dieses Jahr bietet der Fachtag spannende Vorträge zu den Themen "Strategien gegen Digitale Gewalt" und "Wer...mehr


17:56

Berufsbegleitende Weiterbildung

zur feministischen Selbstbehauptung- und Selbstverteidigungstrainerinmehr


12:08

Erste repräsentative Untersuchung zur Situation geflüchteter Frauen in Deutschland

Unter der Projektleitung von PD Dr. med. Meryam Schouler-Ocak und Dr. Christine Kurmeyer wurden in verschieden Bundesländern (Berlin, Frankfurt, Mainz, Nürnberg und Rostock) geflüchtete Frauen u.a. nach ihrem Fluchtgrund und...mehr


EU-Forschungsprojekt zu Gewalt gegen Studentinnen

EC-project: "Gender-based Violence, Stalking and Fear of Crime"

 

Projekt: "Gender-based Violence, Stalking and Fear of Crime"

Ziel des dreijährigen EU-Projektes mit insgesamt fünf europäischen Partnern ist die Bewusstseinsschärfung zu den Themen Sexuelle Viktimisierung, Stalking und Kriminalitätsfurcht durch die Forschung und Erhebung transnational vergleichbarer Daten und zum Hilfebedarf. Weiterhin geht es um die Entwicklung präventiver Programme zur Reduzierung der Viktimisierung von Studentinnen. Ausgangsbasis sind bereits an der RUB (Ruhr-Universität Bochum) getestete Methoden der Online-Befragung, die weiterentwickelt an die Partnerländer gegeben und komparatistisch eingesetzt werden.
Als Resultat aus den Erkenntnissen sind Werkzeuge für die strategische Prävention und Intervention gegen sexuelle Viktimisierung und Stalking intendiert. Dadurch soll die immanente Kriminalitätsfurcht in der öffentlichen Wahrnehmung reduziert und Frauen verbesserte Hilfe und mehr Sicherheit gewährleistet werden.
Der Austausch zwischen deutschen, spanischen, englischen, polnischen und italienischen Universitäten soll zu zukünftigen best-practice-Programmen der Intervention und Prävention in der Europäischen Union führen.
Die beteiligten ExpertenInnen sind Forscher/-innen, Polizei und Universitätsangestellte (Gleichstellungsbeauftragte, Sicherheitspersonal). Befragte sind (viktimisierte) Studentinnen an den europäischen Partneruniversitäten.

Kurze Facts zur Studie und Durchführung:

Link zur Website www.gendercrime.eu



Das EU-Projekt, gefördert im Rahmen des Programms „Prevention of and Fight Against Crime“ des European Commission – Directorate – General Justice, Freedom and Security, wird am Lehrstuhl für Kriminologie, Kriminalpolitik und Polizeiwissenschaft, Prof. Dr. iur Thomas Feltes, an der Juristischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum durchgeführt.

Projektteam/ Ansprechpartnerinnen:

Katrin List (Dipl. Pol.)
Wissenschaftliche Koordinatorin und Mitarbeiterin Katrin.List(at)rub.de
Dr. Rosa Schneider M.A.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin Rosa.Schneider(at)rub.de
Universitätsstraße 150, GC 5/33
D-44801 Bochum

Tel.: 0234-32-25224

Fax: 0234-32-14328


Inhalte des geplanten Umfrage im Wintersemester 2010/11:
Ausgehend von einem Gewaltbegriff, der psychischen, physischen als auch sexualisierten Missbrauch umfaßt (UNO-Deklaration zu Gewalt gegen Frauen von 1993) soll die ganze Bandbreite potentieller geschlechtsbezogener Belästigung erfasst werden. Hintergrund hierfür bilden Ergebnisse internationale Forschungen aber auch Rückmeldungen aus der vorangegangenen RUB-Umfrage sowie eines Pretest an der FH Bochum Ende des Sommersemesters 2009, die aufzeigen, dass nicht nur strafrechtlich relevante, mit körperlicher Gewalt vollzogene Sexualtaten durch die betroffenen bzw. befragten Frauen als sexuell belästigend und psychologisch belastend bewertet wurden. Durch den Fragebogen soll auch das Kontinuum zur Gewalt, also die Entwicklung von einvernehmlicher zu ungewollter oder erzwungener sexueller Handlung erfasst und unterschieden werden.
Vermieden werden soll die Suggestion vom Opferstatus, sodass auch Fragen nach eigenen Abwehr- oder Gegenwehrstrategien enthalten sein sollen. Relevanz erhalten solche Strategien auch in Hinblick auf die Verarbeitung der Tat. Dabei darf eine Berücksichtigung möglicher Vulnerabilität durch sexuelle Gewalt in Kindheit und Jugend mit ihren Folgen für die betroffenen Frauen als Frauen in der Lebensphase als Studentinnen nicht vergessen werden.
Die Studentinnen werden mit Hilfe von vorgegebenen Szenarien, die sensibel aber unmissverständlich formuliert werden, zu unterschiedlichen Themenkomplexen mit verschiedenen Antwortmöglichkeiten befragt, haben aber gleichzeitig (zur eigenen psychischen Entlastung) die Option, eigene Kommentare dazuzuschreiben.
Da das Projekt Gewalt gegen Studentinnen an Universitäten untersucht, rückt die Hochschule als Ort des Geschehens ins Blickfeld: temporär (Zeitpunkt im Studium), Ereignis-(im Studienalltag) und Personen-(Kommilitonen, Lehrpersonal, Tutoren…)-bezogen, räumlich(Wohnheim, Fakultätsgebäude, Sportgelände, Parkhäuser etc.) und als interkultureller Lebensraum. Studierende gelten in dieser spezifischen Lebensphase aufgrund ihres Lebensstils als Hochrisiko-Gruppe als potentielle Gewalt-Opfer. Ob das so ist und wenn ja, warum: dies zu erheben ist das Ziel des Fragebogens. Im Mittelpunkt des Interesse stehen dabei auch psychosoziale Folgen für Studentinnen, d.h. Unterbrechungen oder gar Abbruch des Studiums bzw. posttraumatische Belastungsstörungen mit ihrer ganzen Bandbreite.
Am Ende des Fragebogens stehen Hinweise zur Hilfeangeboten der Hochschule, der Stadt Bochum sowie überregionale Hilfemaßnahmen zur Vermeidung der (Re-)Traumatisierung.